Sri Lanka - Fischmarkt
Asien,  Sri Lanka

Sri Lanka – Fischmarkt in Negombo

Gerade sind wir in Sri Lanka angekommen. Da waren wir noch nie, auch nicht in Indien oder so, ist alles völlig fremd, wir haben noch keine Ahnung von was, wo, wie, warum und schon gar nicht wieviel:-)

Geschlafen haben wir, sind aber noch ein bisschen müde von der Reise, haben ein bisschen Jetlag und ja, ein bisschen warm ist es auch, aber (auch) darum sind wir ja da.

Aber jetzt gehts los. Ich hab was von Fischmarkt in Negombo gelesen und dahin wollen wir.

Da wir wirklich noch Frischlinge sind in Sri Lanka (aber auch als Reisende in soooo fremden Ländern haben wir noch wenig Erfahrung) wenden wir uns an die Rezeption von unserem Hotel und die rufen uns ein TukTuk. Auch davon hab ich gelesen und erinnere mich, dass man den Preis immer VORHER abmachen soll. Das machen wir: 300 Rupien solls kosten, also etwas mehr als CHF 1.50. Der Driver will uns während der Fahrt noch diesen und jenen Ausflug verkaufen, wir verzichten aber. So durchfährt er also das Städtchen Negombo und bringt uns zum Fischmarkt, gleich am Strand, wo er sich wohl über mehr als 500 m am Meer entlang zieht.

Und da haben wir ihn, unseren Zivilisationsschock.

Das ist kein Fischmarkt wie wir ihn aus Indonesien, Malaysia oder anderen, für uns doch schon ziemlich exotischen Orten, kennen.

Fischmarkt
Direkt am Strand werden die Fische ausgenommen
Fischmarkt - Sri Lanka
Für 24 Std werden die Fische im Salz eingelagert

Da kommen die Fischerboote gleich am Strand an, laden ihren Fang aus und gleich vor Ort werden die Fische ausgenommen, die Eingeweide werden ins Meer geworfen wo sie von Möwen und Krähen, aber auch von Haifischen, verspiesen werden. Die Fische werden sortiert und mit Salz in Fässern eingelagert. Dort bleiben sie für 24 Std. und werden dann auf Kokosmatten, auf dem Strand, zum Trocknen ausgebreitet. Trockener Fisch ist eines von Sri Lankas Hauptnahrungsmitteln, vor allem im Landesinnern, an der Küste von Sri Lanka wird er natürlich frisch gegessen.

Fischmarkt
Die Fische werden zum Trocknen ausgelegt

 

Wer nun aber glaubt, es wimmle hier von Hunden, Katzen oder Ratten, täuscht sich. Obwohl der Geruch eher gewöhnungsbedürftig ist, scheint doch alles sehr sauber zu sein. Ein Einheimischer hat uns dann erklärt, dass das eben sooo salzig ist, dass keine Tiere sich daran wagen.

Lange haben wir dem Treiben im “Dry fish market” in Negombo zugeschaut. Auf einigen Kokosmatten sieht man frisch ausgebreitete Fische, andere werden schon zum ersten Mal gewendet, damit sie auch auf der anderen Seite gut trocknen, wieder Andere werden zusammengesammelt, in Tragkörben aufgestapelt und ins Lager transportiert. Die grossen Fischarten werden direkt am Strand aufgereiht und dort von Lastwagen abgeholt.

Fischmarkt - Sri Lanka
Abtransport in Tragkörben

Einige Fischarten werden an der direkten Sonne getrocknet, andere Kokosmatten werden mit farbigen Tüchern beschattet um die Trocknung zu verlangsamen.

Frischer Fisch

Wer dem Strand entlang noch etwas weiter spaziert kommt dann zum Fischmarkt, wo der frische Fisch verkauft wird. Wer selber kocht kann hier an den einen Ständen seinen Fisch einkaufen und an anderen Ständen kann er ihn direkt ausnehmen und schuppen lassen. Ich kenn mich mit den Fischsorten nicht speziell aus, aber hier findet man grosse und kleine Fische in allen Formen und Farben, zum Teil liebevoll ausgestellt und alles fangfrisch.

Ausserhalb vom Fischmarkt findet man dann auch noch Früchte, Gemüse und Gewürze.

Wir haben es uns nicht nehmen lassen, den Fischmarkt in Negombo am unserem letzten Ferientag in Sri Lanka noch einmal zu besuchen, diesmal etwas früher am Morgen um noch einen anderen Einblick zu bekommen. Und ich bin sicher, das war nicht das letzte Mal!

Fischmarkt
Die traditionellen Tragkörbe

Fischmarkt

Der Frisch-Fisch Markt
nicht nur getrockneter Fisch

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