Amerika

Niagara

“enthält Produkteempfehlungen”

Auch wenn die Zeit etwas knapp wurde, wollten wir nicht nach Hause gehen ohne die Niagara Fälle gesehen zu haben.

Die Niagara Halbinsel bietet aber noch einiges mehr.

Niagara Fälle

Die meisten (schlecht ausgeschilderten) Parkplätze befinden sich am Rand von der Stadt Niagara. Das heisst, dass man zu Fuss die Stadt durchqueren muss, was für jemanden der ausschliesslich an den Fällen interessiert ist, ein Horrorszenario ist. Vorbei an Casinos, Fast Food Restaurants, Geisterbahnen und Wachsfiguren Kabinetten gehts hinunter und man ist froh wenn man diesen riesen Rummelplatz hinter sich lassen kann und endlich die Niagara Fälle auftauchen.

Diese fesseln einem aber vom ersten Moment an. Zuerst kam der amerikanischen Fall ins Blickfeld, was schon ganz beeindruckend war. Wenn dann auch noch der kanadische Fall, wegen seiner Hufeisenform Horseshoe Fall genannt, auftaucht, ist man erstmal stumm angesichts dieses gewaltigen Naturwunders. Kein Wunder, wenn man sich vorstellt, dass pro Sekunde 2832 m3 Wasser die 57m hohen Fälle hinunter donnern. Wenn man dann noch bedenkt, dass es vor dem Bau des Stromkraftwerks, also vor 1950, mindestens die doppelte Menge war, wird es einem fast schwindlig.

Niagara Falls
Niagara Falls

Ein ganz besonderes Erlebnis werden die Niagara Fälle wenn man sie an einem sonnigen Tag besucht. Durch die aufsteigende Gischt entstehen fantastische Regenbögen in verschiedenen Dimensionen, je nach dem wo man steht.

Zusätzlich zum einfachen Geniessen dieses Naturschauspiels, werden einem noch verschiedene andere Möglichkeiten geboten, die Fälle zu erkunden. So kannst du dich zum Beispiel mit einem Ausflugsboot noch näher an die Fälle fahren lassen. Dabei wirst du ganz schön nass (und man muss oft lange Wartezeiten über sich ergehen lassen). Oder du wanderst durch das Tunnelgebilde des alten Kraftwerks bis nah an die Horseshoe Falls. Dann ist da auch noch die Zip-Line usw.

Das Table Rock Centre liegt gleich am Abbruch der Horseshoe Fälle und vom oberen Stockwerk aus hast du noch einmal einen guten Einblick, ohne gleich triefend nass zu werden. Trotzdem wirst du nicht verhindern können, am Ende des Tages ziemlich nass zu sein:-)

Es gibt einige Orte auf der Welt wo ich einfach nur stumm staune oder maximal ein “wow” von mir gebe. Die Niagara Fälle gehören ganz klar dazu!

Wie zum Beispiel auch:

Halong Bay

Niagara on the Lake

Dieses Städtchen am Ontario See, gegenüber von Toronto, hat so gar nichts zu tun mit dem Rummel um Niagara Falls. Wenn all die Autos nicht wären, würde man glauben, in einem anderen Jahrhundert zu sein. Die historischen Gebäude entlang der Hauptstrasse, die alten Villen mit ihren Pärken und der Glockenturm mitten drin, lassen dieses Gefühl aufkommen.

Niagara on the Lake
Niagara on the Lake

Du flanierst vorbei an schönen Kaffees, Läden mit lokalen und internationalen Spezialitäten und Kunstgalerien. Einfach nur gemütlich!

Niagara on the Lake
Niagara on the Lake

Ein Abstecher an den See lohnt sich: bei gutem Wetter kann man auf der anderen Seeseite Toronto entdecken.

Niagara on the Lakes
Niagara on the Lakes, Toronto im Hintergrund

Immer am Samstag findet in Niagara on the Lake auch ein Farmers Market statt. Wir besuchen diese immer gerne und plaudern mit den Marktfahrern (wohl weil wir selber unsere Gewürze auf dem Markt verkaufen). Der Markt war klein, wir haben dort aber ein kleines Mittagessen und die Marktstimmung genossen.

Niagara on the Lake
Farmers Market

Kleiner Tip: geh mit dem Wagen, der Markt liegt weiter ausserhalb von Niagara on the Lake als wir angenommen haben:-). Wir wandern gerne, aber eine halbe Stunde der Strasse entlang (und wieder retour) war nicht so witzig.

Weinberge

Niagara on the Lake und die nächste grössere Stadt, St.Catharines, sind von Weinbergen umgeben. Unser Campground lag etwas ausserhalb, mitten in den Reben. Zu Fuss haben wir das Gut von Sue-Ann Staff besucht und dort ihre Weine degustiert. Wir haben ja nicht einmal gewusst, dass in Kanada Wein produziert wird und waren daher überrascht von der guten Qualität. Mir haben besonders die schweren Roten geschmeckt, Daniela mochte mehr den, im Eichenfass ausgebauten, Chardonnay.

Niagara
Weingut von Sue-Ann Staff

Die besondere Spezialität der Gegend ist der Icewine. Die Trauben bleiben bis im Januar am Stock und werden bei minus 10 Grad geerntet und sofort gekeltert. Somit ist das Wasser vom Saft getrennt und es entsteht ein leicht süsslicher Wein mit konzentriertem Geschmack. Etwas wirklich Besonderes!

Ahornsirup

In den weiten Ahornwäldern auf der Niagara Halbinsel, aber natürlich überhaupt in ganz Kanada, wird Ahornsirup gezapft und verarbeitet. Wir haben eine kleine Ahornsirup Farm besucht. Mehr darüber findet ihr später in einem separaten Post!

Niagara
Ahornsirup

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